21.09.16

GEDANKENSPLITTER


Gedichte sollten nicht bloß des Lesers Weltanschauung widerspiegeln. Er soll nicht einfach nur ausrufen: Ja! So sehe ich es auch! 
Gute Gedichte sind ein Augentausch, ein Spiel und Wechsel der Perspektive. Der Leser muss beim Erfassen eines Gedichtes unsere Welt einmal mit ganz anderen Augen sehen! Nur so kann er in ihr auch wirklich Neues entdecken.
Erinnerung
ist mein Schirm
im Sturmregen

Sie schafft
aus dem Nichts
eine einsame Insel

20.09.16

VERHÄNGNIS


Die Diebin Einsamkeit
hat seinen Augen
den letzten Glanz
gestohlen
Ihm bleiben
nur noch die Leere
und die Kälte 
der Nacht